WM 2018 in Russland

WM 2018 Favoriten: Deutschland, Frankreich, Brasilien – und La Furia Roja

Einer der WM-Favoriten der WM 2018: Joshua Kimmich (Mi.) vom FC Bayern und das DFB-Team. (Foto: imago/MIS)
Einer der WM-Favoriten der WM 2018: Joshua Kimmich (Mi.) vom FC Bayern und das DFB-Team. (Foto: imago/MIS)

Sie sind für deutsche Fußball-Fans unvergesslich: die magischen Momente von Rio 2014. Als Weltmeister ist das DFB-Team zweifelsohne ein WM-Favorit auch bei der WM 2018 in Russland. Eine riesige Fußball-Nation fährt indes wieder erstarkt zur Weltmeisterschaft. die-mannschaft.blog stellt die WM-Favoriten vor.

Ob Giovane Elber vor der WM 2018 in Russland wieder auf Deutschland tippt? Der Ex-Stürmer des FC Bayern hatte das DFB-Team von Bundestrainer Joachim Löw vor der WM 2014 in seiner Heimat Brasilien im Interview mit der Abendzeitung München zum WM-Favoriten erklärt.

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Und letztlich Recht behalten. Und bei der Fußball-WM in diesem Jahr? Reicht es für den amtierenden Weltmeister zur Titelverteidigung?

WM-Favoriten: DFB-Team ist Titelverteidiger

Auch Lukas Podolski traut Deutschland Großes zu. „Viele Spieler wie Leon Goretzka, Timo Werner oder Lars Stindl haben gezeigt, dass sie das Zeug dazu haben, eine wichtige Rolle zu spielen“, sagte der Weltmeister dem Express.

Podolski weiter: „Ich denke, dass sein Kern steht, denn den braucht er (Bundestrainer Joachim Löw, d. Red.). Man kann als amtierender Weltmeister schließlich nicht mit zu wenig Turniererfahrung antreten. Da hilft auch das größte Talent oder die beste Qualität nichts.“

Das DFB-Team brauche „Superstars nicht. Für Deutschland ist es viel wichtiger, einen guten Charakter zu zeigen“, meinte er.

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Charakter für das ganz große Ziel, den WM-Pokal? die-mannschaft.blog zeigt, wer neben dem Weltmeister zu den WM-Favoriten zählt.

Deutschland: Kader für zwei WM-Teilnehmer

Das DFB-Team baut auf eine ungemeine Ausgeglichenheit. Löw hat die Qual der Wahl zwischen drei Dutzend WM-tauglichen Spielern.

Mit Manuel Neuer hat Deutschland den wohl besten Torhüter der Welt, der Keeper des FC Bayern wurde nach seinem komplizierten Mittelfußbruch gerade rechtzeitig fit für die WM 2018.

Hinzu kommt die wahrscheinlich beste Innenverteidigung der Welt mit Jerome Boateng und Mats Hummels, deren Back-ups Niklas Süle (ebenfalls FC Bayern) und Antonio Rüdiger (FC Chelsea) ihre internationale Klasse eindrucksvoll unter Beweis stellten.

Ein weiterer Vorteil: Viele DFB-Stars spielen jahrelang zusammen, was sich insbesondere im Mittelfeld bemerkbar macht – es seien nur Sami Khedira (Juventus Turin), Toni Kroos (Real Madrid) und Mesut Özil (FC Arsenal) genannt.

Einziger Nachteil: Im Sturm hat Deutschland nicht die absolute Weltklasse. Timo Werner von RB Leipzig ist auf dem besten Weg zu diesem Prädikat, überzeugt durch Dynamik und Explosivität. Aber Mittelstürmer Mario Gomez?

Spanien: Die Auferstehung von La Furia Roja

Einer der WM-Favoriten bei der WM 2018: die spanische Nationalmannschaft. (Foto: imago/Sven Simon)
Einer der WM-Favoriten bei der WM 2018: die spanische Nationalmannschaft. (Foto: imago/Sven Simon)

Spaniens Hoffnung trug einen Namen: Julen Lopetegui. Der Nachfolger von Vincente del Bosque hatte der spanischen Nationalmannschaft ihr Selbstverständnis zurückgegeben – und ihre Selbstverständlichkeit. Einen Tag vor der WM 2018 wurde er jedoch gefeuert.

Dennoch ist die Gleichung einfach: Der 51-Jährige ließ sehr spanisch spielen, mit taktisch markanten Nuancen. So kombinierte Lopetegui bedingungslosen Ballbesitz, automatisiertes Kurzpassspiel und situatives Pressing. Das hat die Mannschaft verinnerlicht

Dass Spanien keines seiner zehn Spiele in der WM-Qualifikation verlor, zeigt die wieder gewonnene Klasse. Zudem erklärte Hummels (FC Bayern) nach dem 1:1 im Test des DFB-Team gegen „La Furia Roja“, dass er noch nie ein Team gesehen habe, das unter Druck so stoisch spiele.

Der Vorteil: Spanien hat diesmal nicht den Druck, wie bei den Turnieren davor!

Frankreich: Die beste Offensive der WM 2018

Einer der WM-Favoriten bei der WM 2018: Frankreich um Antoine Griezmann. (Foto: imago/PanoramiC)
Einer der WM-Favoriten bei der WM 2018: Frankreich um Antoine Griezmann. (Foto: imago/PanoramiC)

Nächstes Beispiel: Frankreich! L’Equipe Tricolore hat in Antoine Griezmann, Kylian Mbappe, Wissam Ben Yedder und Olivier Giroud einen absoluten Ausnahmesturm. Selbst ein Kingsley Coman vom FC Bayern war bei dieser Auswahl meist nur Ersatz – und durfte deshalb nicht mit zur Weltmeisterschaft.

Regelrecht überfallartig fällt die Equipe Tricolore mit ihrem Tempofußball und geradlinigen Umschaltspiel über ihre Gegner her.

Schwachstellen gibt es aber defensiv. Laurent Koscielny (FC Arsenal) und Raphael Varane (Real Madrid) sind in der Abwehrmitte bei schnellen Stürmern anfällig. Youngster Benjamin Pavard vom VfB Stuttgart darf indes ebenfalls mit zur WM 2018.

Bei der WM 2014 in Brasilien war im Viertelfinale gegen das DFB-Team Endstation. Kommt die Equipe von Nationalcoach Didier Deschamps diesmal weiter?

Brasilien: Rekord-Weltmeister in bestechender Form

Einer der WM-Favoriten bei der WM 2018: Neymar und Brasilien. (Foto: imago/Action Plus)
Einer der WM-Favoriten bei der WM 2018: Neymar und Brasilien. (Foto: imago/Action Plus)

Das 1:7 im Halbfinale der Fußball-WM im eigenen Land hat sich tief in das Fußball-Gedächtnis der Selecao verankert.

Doch Brasilien hat sich fußballerisch wieder aufgerafft, marschierte durch die Südamerika-Qualifikation als Sieger mit zehn Punkten Vorsprung auf den Zweiten Uruguay. Verantwortlich für den Aufschwung: Nationaltrainer Tite, die brasilianische Nationalmannschaft endlich wieder brasilianisch spielen lässt.

Prunkstück ist freilich die Offensive um Superstar Neymar (PSG). 41 Tore bedeuteten den Bestwert in der WM-Qualifikation des Verbandes Conmebol.

Vorsicht ist vor dem erst 20-jährigen Stürmer Gabriel Jesus (Manchester City) geboten. In der Abwehr punktet Brasilien durch Erfahrung, Marcelo (Real Marid), Thiago Silva und Dani Alves (beide PSG) sind sehr erfahren. Wohl kein Team der WM 2018 hat bessere Außenverteidiger.

Möglicher Nachteil: In der Heimat hatte die Selecao 2014 vor allem mit der eigenen Nervosität zu kämpfen – kontraproduktiv! Bleiben die Brasilianer diesmal cooler? Antworten gibt es bei der WM 2018 in Russland.

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