Der offizielle WM-Ball

WM 2018: Das ist der WM-Ball Telstar 18

WM für die WM 2018: der Telstar 18. (Foto: imago/Kolvenbach)
WM für die WM 2018: der Telstar 18. (Foto: imago/Kolvenbach)

Es ist raus: der WM-Ball für die WM 2018 in Russland heißt Telstar 18. Der Spielball erinnert an den allerersten adidas-Ball bei einer Fußball-WM und ist schlicht in Schwarz und Weiß gehalten.

Sie alle werden wohl bei der WM 2018 in Russland mit dem WM-Ball Telstar 18 spielen. Thomas Müller, Mats Hummels und Jerome Boateng vom FC Bayern, Mario Götze vom BVB und Timo Werner von RB Leipzig sowie Toni Kroos von Real Madrid.

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WM-Ball erinnert an WM 1970

Der Telstar 18 sei „eine Hommage an den allerersten adidas WM-Ball“ und wecke Erinnerungen an die WM 1970 in Mexiko, teilte der Fußball-Weltverband Fifa bei der Vorstellung im November mit. Der erste Telstar war einst sowohl 1970 als auch vier Jahre später bei der WM 1974 in Deutschland der WM-Spielball.

Der Name Telstar soll an den ersten zivilen Kommunikationssatelliten Telstar erinnern, der von seiner Form her relativ rund war. Der Satelit war ein Projekt der NASA und dem amerikanischen Telekommunikationsunternehmen AT & T und wurde 1962 ins All geschossen. Über ihn wurde die erste TV-Livesendung , eine Rede des amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy, zwischen den USA und Europa übertragen.

Nun nannten die FIFA und Ausrüster adidas also auch den Nachfolger des Brazuca (WM 2014 in Brasilien) dementsprechend. Markant: Neben Argentinien um Superstar Lionel Messi durften auch Real Madrid, Ajax Amsterdam und Manchester United den Ball zuvor ausprobieren.

Russland spielt als erstes mit WM-Ball

Das Design ist schlicht in Schwarz und Weiß gehalten. Beim ursprünglichen Telstar war dies einst der Grund, dass der Ball so besser auf den schwarz-weiß farbigen Fernsehgeräten zu erkennen war.
Zum ersten Mal kam der Telstar 18 offiziell beim Testspielspiel zwischen Russland und Argentinien (11. November) zum Einsatz. In 64 Spielen wird in Russland letztlich mit diesem Ball gespielt werden. Der neue WM-Ball reiht sich damit ein in die Liste legendärer Vorgänger – zum Beispiel besagtem Brazuca.

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Ein Rückblick: Dieser war, anders als nun, von den Fans für die WM 2014 in Brasilien bestimmt worden und hatte sich damals gegen die Namen Bossa Nova und Carnevalesca durchgesetzt.

WM-Ball mit kuriosem Namen in Chile 1962

Neben Brazuca waren Vorgänger des Spielballs zur WM 2018 in Russland unter anderem der Jabulani in Südafrika (2010), der Teamgeist in Deutschland (2006), der Fevernova in Japan und Südkorea (2002) sowie der Tricolore in Frankreich (1998).

Den kuriosesten Namen hatte wohl Mr. Crack 1962 in Chile – nun war die Namenswahl also sachlicher. Bei die-mannschaft.blog können Sie den aktuellen WM-Ball Telstar 18 bestellen (siehe oben).

WM-Ball bei der WM 2014: der Brazuca. (Foto: imago/ANE Edition)
WM-Ball bei der WM 2014: der Brazuca. (Foto: imago/ANE Edition)

Geschichte des WM-Ball

Bei jedem WM-Turnier wurde bisher mit einem eigenen Spielball gespielt. Seit 1970 ist Adidas der offizielle Hersteller des WM-Balls und darf diesen somit auch alleine vermarkten. Bis dahin war ansonsten der Ausrichter der WM verantwortlich für den WM-Ball. Die WM-Fußbälle sind mittlerweile zu einem sehr beliebten aber auch kostspieligem Fanartikel geworden. Seit 1958 bekommen die Spielbälle einen eigenen Namen, der mit dem Gastgeber der WM eine enge Verbindung hat.

Übersicht aller offiziellen WM-Bälle seit 1950

  • Super Duplo T – Brasilien 1950
    • erste Fußball-WM nach dem 2.Weltkrieg. Spielball war ein klassischer, handvernähter Lederball aus Rindsleder. Er war der erste Fußball mit einem Ventil.
  • Swiss WC Match Ball – Schweiz 1954
    • erster WM-Titel für Deutschland. Der Ball ähnelte stark dem Vorgänger Super Duplo T, farblich ging er jetzt von braun ins eher gelbliche.
  • Top Star – Schweden 1958
    • solider Spielball der aus über 100 Bällen von den schwedischen Veranstaltern ausgesucht wurde. Er brachte keine neuen Innovationen hervor und ähnlte sehr dem Vorgänger.
  • Mr. Crack – Chile 1962
    • dieser WM-Ball zeigte während des Spielverlaufs immer wieder Mängel auf, z.B. verlor er die Luft. Die Organisatoren ersetzten ihn im Turniervelauf durch seinen Vorgänger
  • Challenge 4-Star – England 1966
    • Ob es am Ball lag, dass England im legendären Wembley-Finale das Spiel für sich entschied? Der Ball wurde in zumindest in England hergestellt und konnte mit einer sehr guten Qualität überzeugen.
  • Telstar – Mexiko 1970
    • schwarz-weißer Lederball, der noch vollständig aus Leder bestand. Erster WM-Ball vom Hersteller Adidas.
  • Telstar Durlast – Deutschland 1974
    • zweiter WM-Titel für Deutschland. Der Telstar ähnelte vom Design her seinem Vorgänger, ermöglichte ein flüssigs Spiel und ist bekannt für seine 12 schwarzen und 20 weißen Panels.
  • Tango Durlast – Argentinien 1978
    • Eine echte Innovation. Der Name ist eine kleine Hommage an den weltberühmten Tanz. Er war etwas leichter als sein Vorgänger und trug zum ersten Mal das weltberühmte Markenzeichen des Herstellers.
  • Tango España – Spanien 1982
    • bei diesem Ball wurden die Nähte verschweißt und nicht mehr zusammengenäht. Seine wasserabweisende Polyurethanschicht leitete das Zeitalter der synthetischen Fußbälle ein.
  • Azteca México – Mexiko 1986
    • die größte Revolution in der Herstellung des WM-Balls. Er wurde nun vollständig aus synthetischem Material hergestellt.
  • Etrusco Unico – Italien 1990
    • dritter Titel für Deutschland. Der erste WM-Ball der komplett wasserabweisend war. Seine Qualität war so gut, dass er ohne Weiterentwicklung  auch für die nachfolgende EM verwendet wurde.
  • Questra – USA 1994
    • sein Name steht für die englische Phrase „Quest fort the stars“ (Griff nach den Sternen).
  • Tricolore – Frankreich 1998
    • der WM-Ball gilt als einer der besten Fußbälle seiner Art. Durch seine innere Struktur sorgte er für ein verbessertes Schuss- und Flugverhalten
  • Fevernova – Südkorea und Japan 2002
    • mit seinen asiatischen Mustern wurde erstmals nicht im Telstar-Stil gehalten
  • Teamgeist – Deutschland 2006
    • auf diesem Ball wurde zu jedem Spiel die Namen der Teams, der Spielort und die Uhrzeit aufgedruckt
  • Jabulani – Südafrika 2010
    • der Name des Balls bedeutet übersetzt „feiern“. Durch seine eigene, flattrige Flugkurve, hatten viele Torhüter Probleme damit.
  • Brazuca – Brasilien 2014
    • sein Muster spiegelt die Lebensfreude an der Copacabana wieder. Er ist der bisher von adidas am meisten getestete WM-Ball.

(Quelle: http://wm-ball.com/, Stand 26.02.2018)

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