DFB-Team bei der WM 2018

Die WM 2018 zeigt, wie weit RB Leipzig von der europäischen Spitze weg ist

Bei der WM 2018 dabei: Emil Forsberg (li.) und Timo Werner von RB Leipzig. (Foto: imago/Christian Schroedter)
Bei der WM 2018 dabei: Emil Forsberg (li.) und Timo Werner von RB Leipzig. (Foto: imago/Christian Schroedter)

Timo Werner für das DFB-Team, Emil Forsberg für die schwedische Nationalmannschaft, doch dann gibt es nur einen weiteren Spieler von RB Leipzig, der zur WM 2018 fährt. Ein Zitat von Werner ist wie ein Tiefschlag für die Ambitionen des Bundesliga-Klubs.

Die Fußball-WM 2018 in Russland überdeckt das Geschehen in der Bundesliga. Auch weitgehend das bei RB Leipzig, steil gestartetem und dann hart gebremsten Newcomer der Elite.

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Trainer Ralph Hasenhüttl? Lange für unveräußerlich erklärt, dann unvermittelt rausgeworfen. Stürmer Timo Werner? Als Identifikationsfigur gedacht, doch zuletzt erklärte der Schwabe, sich vorstellen zu können, den Klub zu verlassen.

Hochdruck bei RB Leipzig

Die Anspannung ist beim Vizemeister von 2017 derzeit groß. Unter Hochdruck wird an einem Kader für die kommende Saison gearbeitet, einem Aufgebot, das wieder höheren Ansprüchen genügen soll.

Denn: Wie weit der Klub von der europäischen Beletage noch entfernt ist, dokumentiert nicht zuletzt auch die Fußball-Weltmeisterschaft. Konkret: Bei der WM 2018 sind nur drei Spieler des Red-Bull-Ablegers dabei. Dürftig.

Timo Werner deutet Abschied an

Nun sorgte auch noch Werner für Unruhe, jener Mann, der als ein Hoffnungsträger der deutschen Nationalmannschaft für Russland gilt.

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„Um ein Weltklassespieler zu werden, muss ich auf Klubebene wahrscheinlich in einer noch besseren Mannschaft spielen“, sagte der Schwabe jüngst der „Welt“.

„So ehrlich möchte ich sein. Naby Keita ist bei uns auch nicht Weltklasse geworden, das wird er jetzt vielleicht bei Liverpool“, meinte der 22-Jährige weiter: „Um Weltklasse zu werden, muss man große Spiele spielen, wie zum Beispiel das Finale oder Halbfinale der Champions League.“

RB Leipzig kämpft um Emil Forsberg

Ergo: Das traut der DFB-Kicker den Leipzigern wohl noch bei weitem nicht zu. Während der WM 2018 wird der Fokus ferner auch auf Emil Forsberg liegen, Schweden Ausnahmekönner, über den es immer wieder Abwanderungsgerüchte gibt.

Ende April hatte der Stratege nach seiner Rotsperre für die letzten drei Bundesliga-Spiele der Saison „danke für alles“ bei Twitter geschrieben. Kurz darauf befeuerte sein Berater die Spekulationen.

FC Bayern will wohl Timo Werner

„Wie gesagt, nach dem letzten Spiel wird jeder sehen, was Emil meinte“, sagte Agent Hasan Cetinkaya später dem schwedischen „Aftonbladet“. Neben den Beiden ist nur noch Stürmer Yussuf Poulsen (mit Dänemark) bei der WM 2018 dabei.

Gerade die Personalie Werner erhöht nun die Sorgen der RB-Anhänger, ihr Klub könnte stagnieren.

Die „Sport Bild“ hatte Werner mit dem angeblichen Interesse des FC Bayern konfrontiert. „Wenn überhaupt, wird das erst nach der WM ein Thema“, sagte der Stürmer daraufhin bemerkenswert offen.

Ein Nein sieht wahrlich anders aus. Weil Werner sich schon mit einem Abschied aus Sachsen abgefunden hat? Und damit das fehlende Weltklasse-Niveau bei RB Leipzig weiter verschärfen würde?

Sicher ist: Die Fußball-Weltmeisterschaft zeigt schon in diesen Tagen, wie weit RB Leipzig von der europäischen Extraklasse entfernt ist.

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