DFB-Team bei der WM 2018

WM 2018: Wagner oder Gomez? Für Löw kann es nur eine Antwort geben

Mit dem DFB-Team zur WM 2018? Mario Gomez vom VfB Stuttgart. (Foto: imago/Chai v. d. Laage)
Mit dem DFB-Team zur WM 2018? Mario Gomez vom VfB Stuttgart. (Foto: imago/Chai v. d. Laage)

Mario Gomez erklärt seinen Wechsel zum VfB Stuttgart auch damit, dass er um seinen Platz im Kader von Joachim Löw für die WM 2018 in Russland bangt. Gleichzeitig richtet der Schwabe eine Kampfansage an Sandro Wagner vom FC Bayern. Gomez? Oder Wagner? Der Bundestrainer sollte beide Mittelstürmer mit zur Fußball-WM nehmen. Ein Kommentar.

Es waren erstaunlich offene Worte. Mario Gomez saß im Trainingslager des VfB Stuttgart in La Manga am Pult und sprach über seinen Wechsel vom VfL Wolfsburg zurück in die Heimat. Letztlich begründete der 32-Jährige das im Schwabenland frenetisch gefeierte Comeback mit seiner Furcht um einen Platz im Kader von Joachim Löw für die WM 2018 in Russland.

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„Die WM 2018 ist mein Ziel, und in Wolfsburg habe ich gemerkt, dass ich dort zu viele Schulterklopfer hatte. Alle haben mir gesagt, wie toll ich bin – egal, wie ich gespielt habe“, sagte Gomez bemerkenswert ehrlich. „Daher habe ich mich bewusst für die sportliche Herausforderung entschieden. Es wird schwer im Abstiegskampf, aber diesen Reiz habe ich gesucht.“

Botschaft von Mario Gomez an Joachim Löw

Wie auch immer die Botschaft in Wolfsburg aufgefasst worden sein dürfte. Die an Joachim Löw ist: ‚Ich will mit zur WM 2018, unbedingt!‘ Gomez weiß, im fortgeschrittenen Fußballeralter ist es seine sicherlich letzte Chance auf eine Fußball-WM (Lesen Sie hier den WM-Spielplan). Und so schickte der Schwabe eine Ansage an Sturmkontrahent Sandro Wagner vom FC Bayern gleich hinterher: „Man wird sehen, wer das Rennen macht.“

Wechselte im Januar 2018 zum FC Bayern: Sandro Wagner. (Foto: imago/MIS)
Wechselte im Januar 2018 zum FC Bayern: Sandro Wagner. (Foto: imago/MIS)

Der Bundestrainer sollte sich bei seiner Entscheidung letztlich an den 7. Juli 2016 zurückerinnern: Marseille, EM 2016, Halbfinale. Deutschland rannte vergeblich gegen Gastgeber Frankreich an, die stolze Mittelstürmer-Nation hatte keinen, der den verletzten Gomez als „Brechstange“ ersetzen konnte. Das DFB-Team schied aus.

Sandro Wagner prädestiniert als Back-up

Wagner wäre genau dieser Typ: unverhofft, unbekümmert, unberechenbar. Der 30-Jährige ist mit seiner rustikalen Spielweise und seiner Kopfballstärke geradezu prädestiniert als Back-up für den Stoßstürmer Nummer eins. Dieser muss Gomez heißen.

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31 Tore erzielte der „Torero“ in 71 Länderspielen. Er traf in beinahe jeder zweiten Partie mit dem Bundesadler auf der Brust, Gomez, der Turnierspieler. Bei der EM 2012 schoss er Deutschland mit drei Toren gegen Portugal und die Niederlande in die K.o.-Phase, bei der EM 2016 erzielte er im ekligen Spiel gegen Nordirland den Siegtreffer.

Mit Mario Gomez und Sandro Wagner nach Russland

Löw kommt nicht drumherum. Es kann nur eine Lösung geben. Der Bundestrainer besinnt sich auf den Charakter der Stürmernation – und nimmt Gomez und Wagner mit nach Russland.

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