Panama bei der WM 2018

Gabriel Torres: 1,73-Meter Hoffnung für Panama

Mit Panama bei der WM 2018: Gabriel Torres (li.). (Foto: imago/PA images)
Mit Panama bei der WM 2018: Gabriel Torres (li.). (Foto: imago/PA images)

In der WM-Qualifikation ist Gabriel Torres mit einer überschaubaren Quote Torjäger für Panama. Auch bei der WM 2018 in Russland hofft der krasse Außenseiter auf seine Treffer. Sein Geld verdient der Angreifer in der Schweiz, die Körpergröße könnte zum Nachteil werden.

Gabriel Torres bringt nicht gerade die Idealmaße eines echten Torjägers mit sich. Mit 1,73 Meter Körpergröße ist der Stürmer von Panama eher klein, auch seine Erscheinung ist insgesamt schmächtig. Bei der WM 2018 in Russland soll dennoch ausgerechnet er dafür sorgen, dass sich sein Team in der WM-Gruppe G gegen England, Belgien und Tunesien auch offensiv zur Wehr setzen kann. Vereine, Stärken, seine Geschichte – das ist Gabriel Torres.

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Gabriel Torres spielt in der Schweiz

Zur Person: Gabriel Torres wird am 31.10.1988 in der Hauptstadt Panama-Stadt geboren. In der Jugend wurde der Mittelstürmer bei Chepo FC ausgebildet. Viele Nationalspieler seines Heimatlandes durchliefen die Nachwuchsteams dieses Hauptstadt-Klubs.

Vereine: Anfang 2006 wechselte Torres in den Profifußball zu San Francisco FC, einem Klub aus La Chorrera, circa 30 Kilometer südöstlich von Panama-Stadt gelegen. Beim mehrmaligen Landesmeister verpasste Torres als 18-Jähriger 2007 die Meisterschaft, weil er seit Anfang des Jahres wieder für Chepo FC spielen musste.

Torres brauchte eine gefühlte Ewigkeit, um sich durchzusetzen. Sein Weg führte über Nachbarland Kolumbien. Acht Mal wechselte der kleine Angreifer zwischen 2007 und 2013 die Arbeitgeber. Schließlich wechselte er in die Major League Soccer (MLS) zu den Colorado Rapids, dem aktuellen Klub von Stefan Aigner, ehemals Eintracht Frankfurt und TSV 1860 München.

Aus Nordamerika ging es für ihn im Sommer 2016 in die Schweizer Super League, zum FC Lausanne-Sport. Am Genfer See endet sein Vertrag am 30. Juni 2018.

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Gabriel Torres ist ein echter Joker

Kurioses/Besonderes: Gabriel Torres „erzielte“ jenes aufsehenerregende Phantom-Tor gegen Costa Rica, durch das die Nationalmannschaft Panamas überhaupt erst zur WM 2018 nach Russland fährt. Im letzten – und für Panama entscheidenden – Qualifikationsspiel bugsierte er den Ball im Liegen klar gegen den Pfosten und nicht hinter die Linie. Von seiner Schulter sprang der Ball anschließend aus kürzester Distanz ins Tor-Aus. Dennoch hatte Referee Walter Lopez auf Tor entschieden.

Stärken: Seine Stärke ist wohl gleichzeitig seine Schwäche. Torres ist der klassische Typ Joker. Beim FC Lausanne-Sport war er meist nur Ersatz, erzielte so in der Saison 2016/17 immerhin fünf Tore. Unter anderem, als er sein Team im Derby gegen den FC Sion mit einem feinen Volleyschuss zum Sieg schoss. Beim Gold Cup 2013, als Panama Zweiter wurde, war er immerhin mit fünf Treffern Torschützenkönig. Aber: Für Panama trifft er im Schnitt in jedem fünften Spiel. Diese Quote ist ausbaufähig.

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