WM 2018 Stadien

WM 2018: Rostow Arena – 11.044 Pfähle für ein Ufer-Stadion

WM-Stadien: die Rostow Arena. (Foto: imago/ITAR-TASS)
WM-Stadien: die Rostow Arena. (Foto: imago/ITAR-TASS)

Die Rostow Arena in Rostow am Don ist für die Architekten und Planer eine ebenso große Herausforderung wie das Kaliningrad-Stadion. Denn: Wie das Stadion in Kaliningrad wird auch die Rostow Arena für die WM 2018 in Russland an einem Flussufer gebaut – und bringt deshalb riesige statische Herausforderung mit sich. Es wird spektakulär viel Beton verbaut.

Malerisch. Harmonisch. Originär. Der Weltverband Fifa spart auch bei der Rostow Arena in Rostow am Don nicht mit Superlativen. Die Rostow Arena ist einer von neun Neubauten unter den zwölf WM-Stadien für die WM 2018 in Russland.

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Die Kosten für das Stadion belaufen sich auf veranschlagt rund 290 Millionen Euro. Die Zweifel, ob die Kostenvorgaben für ein weiteres der WM-Stadien eingehalten werden konnten, sind jedoch groß.

Rostow Arena liegt in Ufernähe

Die Arena liegt indes links des Don, in einer bei Touristen beliebten Gegend mit vielen Sehenswürdigkeiten und Restaurants. Wie die Fifa weiterschreibt, steigert die Rostow Arena die Attraktivität dieser Gegend weiter. Umso ambitionierter war und ist das Bauprojekt in unmittelbarer Ufernähe.

Wie das Online-Portal stadiumdb.com erklärt, mussten eigens zur Befestigung 11.044 Pfähle in den Untergrund verarbeitet werden. Zudem soll das Fundament der Arena und der umliegenden Infrastruktur demnach auf rund 93.000 Kubikmeter Beton gebaut sein – ein Riesen-Aufwand, der an einem anderen Standort sicher geringer gewesen wäre.

Prestigeprojekt von Wladimir Putin

Doch bei den WM-Stadien der WM 2018 geht es eben immer auch um traditionelle und/oder historische und/oder gut visualisierbare Plätze für die meist neuen und multifunktionalen Arenen.

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Schließlich ist das Turnier in Russland das Prestigeprojekt von Präsident Wladimir Putin schlechthin. Es geht in Zeiten wirtschaftlicher Sanktionen und weltpolitischer Scharmützel auch darum, Stärke und ökonomische Potenz zu vermitteln.

Rostow Arena ist eher schlicht gehalten

Dafür dient die Rostow Arena allemal. Nicht nur wegen des verbauten Materials. 45.145 Zuschauer beträgt die Kapazität, die nach der WM 2018 auf 37.885 Plätze heruntergefahren werden soll. Architektonisch ist die Arena im Vergleich zu anderen WM-Stadien eher schlicht gehalten.

Die Fassade ist geschlossen, in einem matten Grauton gehalten. Das Membrandach soll indes in seiner Form an den Don erinnern, der sich schlangenförmig durch die Millionenstadt zieht, die auch „Tor zum Kaukasus“ genannt wird.

Fünf Spiele der WM 2018 in Rostow am Don

Bei der WM 2018 werden laut WM-Spielplan vier Gruppenspiele und ein WM-Achtelfinale in der Arena ausgetragen. Und: Die Weiterverwendung ist gesichert. Nach der Weltmeisterschaft wird der Klub FK Rostow hier seine Spiele in der Premjer-Liga und international bestreiten.

Wer sich erinnert: Der FK Rostow schlug den FC Bayern in der Saison 2016/17 überraschend in der Champions League 3:2. Ob es in dieser Stadt auch während der WM 2018 die eine oder andere Überraschung geben wird?

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Die WM Spiele 2018 in der Rostow Arena:

  • Sonntag, den 17. Juni 2018 um 20 Uhr: Brasilien vs. Schweiz
  • Mittwoch, den 20. Juni 2018 um 17 Uhr: Uruguay vs. Saudi-Arabien
  • Samstag, den 23. Juni 2018 um 20 Uhr: Südkorea vs. Mexiko
  • Dienstag, den 26. Juni 2018 um 20 Uhr: Island vs. Kroatien
  • Montag, den 02. Juli 2018 um 20 Uhr: Achtelfinale: 1. Gruppe G vs. 2. Gruppe H

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