Russland bei der WM 2018

Oleg Schatow: BVB-Schreck mit Assist-Qualitäten

Für Russland bei der WM 2018: Oleg Schatow. (Foto: imago/Sven Simon)
Für Russland bei der WM 2018: Oleg Schatow. (Foto: imago/Sven Simon)

Oleg Schatow macht mit Zenit St. Petersburg einst dem BVB das Leben schwer – und wird dann mit Borussia Dortmund in Verbindung gebracht. Bei der WM 2018 vertraut Gastgeber Russland auf seine Vorlagen aus dem Mittelfeld.

Zur Person: Der nächste Star bei WM-Gastgeber Russland kommt aus einer Arbeiterstadt. Oleg Alexandrowitsch Schatow, auf Russisch Oleg Shatov, wird in Nischni Tagil im Ural geboren, und zwar am 29. Juli 1990. Die Region ist eher hart für Stahl- und Panzerproduktion bekannt, umso filigraner wird der bekannteste Fußballer der Stadt bei der WM 2018 im Mittelfeld von Gastgeber Russland erwartet. Seine Zuspiele sollen dafür sorgen, dass für die Sbornaja im WM-Spielplan nicht schon nach der Gruppenphase Schluss ist.

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Oleg Schatow trifft prompt für Russland

Vereine: Bereits mit 17 kommt Oleg Schatow zu den Profis des FC Ural, für den er bis zu seinem Wechsel zu Anschi Machatschkala 2012 fünf Jahre in der zweiten russischen Liga spielt. Nach nur einem Jahr im Nordkaukasus ging es für den Mittelfeldspieler in die Nähe der Ostsee, zu Zenit Sankt Petersburg. Für den mehrmaligen russischen Meister und Uefa-Cup-Sieger von 2008 läuft der Mittelfeldstratege seit 2013 auf.

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Noch als er bei Anschi unter Vertrag stand, gab er indes sein Debüt in der Sbornaja, am 6. Februar 2013 beim 2:0 gegen Island. Zur zweiten Halbzeit eingewechselt, erzielte Schatow prompt sein erstes Länderspieltor. Oleg Schatow stand sowohl im Kader für die WM 2014 in Brasilien als auch die EM 2016 in Frankreich. Er gilt als absoluter Stammspieler.

BVB soll ihn beobachtet haben

Kurioses/Besonderes: Schatow ist quasi das Gesicht für Anspruch und Realität des Oligarchen-Klubs Anschi Machatschkala, der noch vor ein paar Jahren den Angriff auf das europäische Fußball-Establishment plante. Doch Besitzer Suleiman Kerimow, einem Milliardär, ging offenbar das Geld aus, woraufhin Stars wie Schatow nach der Saison 2012/13 gehen mussten.

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In der Saison 2014/15 verbaute schließlich Zenit St. Petersburg unter seiner Führung dem BVB beinahe den Weg ins Champions-League-Viertelfinale. Nach einem 4:2 in Russland setzte es für Dortmund ein 1:2 im Rückspiel, es reichte letztlich. Schatow hatte im Hinspiel getroffen, auch im Rückspiel überzeugt. So sehr, dass die Borussia ihn Schilderungen des russischen Journalisten Nobel Arustamjan in der Sportsendung Match TV zufolge beobachten ließ. Ein Transfer kam aber nie zustande.

Brillanter Vorlagengeber für Russland

Stärken: Schatow gilt als brillanter Vorlagengeber, der jedoch selber torgefährlich. Für den Gegner ist er damit weniger berechenbar, auch, weil er flexibel im Spiel Positionen im Mittelfeld tauschen kann. So rückt Schatow beispielsweise auch mal aus der Zentrale auf die Flügel. All das macht ihn für Russland bei der WM 2018 so wertvoll.

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