Russland bei der WM 2018

Igor Akinfejew: Studierter Toreverhinderer

Torwart für Russland bei der WM 2018: Igor Akinfejew. (Foto: imago/ZUMA Press)
Torwart für Russland bei der WM 2018: Igor Akinfejew. (Foto: imago/ZUMA Press)

Igor Akinfejew wird einst zum jüngsten Nationalspieler für Russland. Wiederholt wird der Keeper von ZSKA Moskau Opfer von Attacken gegnerischer Fans. Bei der WM 2018 soll er möglichst Tore verhindern. Doch egal, wie das Turnier endet. Akinfejew hat bereits einen Plan für die Zeit nach der Fußballer-Karriere. 

Zur Person: Igor Akinfejew wurde am 8. April 1986 in Vidnoje, Region Moskau, geboren. Seit der Jugend steht er bei ZSKA Moskau im Tor. Seit der Jugend steht er bei ZSKA Moskau im Tor. 2004 debütierte er für Russland, wurde mit 18 Jahren und 20 Tagen zum jüngsten Nationalspieler in der Geschichte der Sbornaja, die das Eröffnungsspiel der WM 2018 am 14. Juni im Olympiastadion Luschniki bestreitet.

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Igor Akinfejew wurde prompt Uefa-Cup-Sieger

Verein: In der Saison 2004/05, als er zu den Profis aufrückte, gelang ihm prompt der bisher größte Erfolg seiner bisherigen Laufbahn, der Sieg im Uefa-Pokal mit ZSKA Moskau. Mit dem Hauptstadt-Klub holte Igor Akinfejew  in den Jahren 2005, 2006, 2013, 2014 und 2016 jeweils die russische Meisterschaft. 2016 gelange ihm dies gemeinsam mit Alexsandr Golovin, der Russland ebenfalls bei der WM 2018 vertreten wird.

Derzeit ist Akinfejew darüber hinaus der Spieler mit den meisten Einsätzen für einen Verein in der Premier-Liga, der höchsten Spielklasse in Russland. Sein erstes großes Turnier mit der Sbornaja bestritt der Torhüter bei der EM 2004 in Portugal, seine erste Weltmeisterschaft war die WM 2014 in Brasilien.

Igor Akinfejew mit Laserpointer irritiert

Kurioses/Besonderes: Im letzten und entscheidenden Gruppenspiel der WM 2014 unterlief Akinfejew ein Fehler, der zum entscheidenden Ausgleich für Algerien führte. Polarisierend: Kurz vorher war der Torwart durch einen Laserpointer irritiert worden, den ein Zuschauer auf seine Augen gerichtet hatte. Der Schiedsrichter reagierte auf Akinfejews Beschwerden jedoch nicht, und Russland schied aus.

Am 27. März 2015 war Akinfejew erneut Ziel von Attacken gegnerischer Anhänger. Im EM-Qualifikationsspiel der russischen Nationalmannschaft gegen Montenegro wurde der Torwart nach wenigen Sekunden von einem Feuerwerkskörper am Kopf getroffen und musste zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. Das Spiel wurde zunächst unterbrochen, bevor der deutsche Schiedsrichter Deniz Aytekin es endgültig abbrach.

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Bei Russland nicht wegzudenken

Vorausschauend: Bereits 2009 schloss er ein Studium der Sportwissenschaften mit Diplom ab. Akinfejew hat also schon einen Plan – oder zumindest eine Tendenz – für die Zeit nach der Karriere. Das gilt wahrlich nicht für jeden Fußballer.

Stärken: Mit seiner Erfahrung und Abgebrühtheit ist Akinfejew bei den Russen nicht wegzudenken. Im November 2016 ernannte ihn Nationalcoach Stanislaw Salamowitsch Tschertschessow zum Kapitän.

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