Kroatien bei der WM 2018

Kroatien beweist: Niko Kovac ist der Richtige für den FC Bayern

Trainierte die kroatische Nationalmannschaft: Niko Kovac. (Foto: imago/Sven Simon)
Trainierte die kroatische Nationalmannschaft: Niko Kovac. (Foto: imago/Sven Simon)

Niko Kovac wird Nachfolger von Jupp Heynckes und neuer Trainer des FC Bayern. In der Bundesliga werden Bedenken laut. Doch für Kroatien leistete der (Noch-) Coach von Eintracht Frankfurt einst sehr gute Arbeit. Und er lernte, mit schwierigen Bossen umzugehen. Ideale Voraussetzungen für eine Zusammenarbeit mit Uli Hoeneß. Ein Kommentar.

Niko Kovac also! Der Kroate wird neuer Trainer des FC Bayern. Und damit Nachfolger von Jupp Heynckes.

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In der Bundesliga werden prompt Bedenken laut. Schließlich war zuletzt auch Zinedine Zidane von Real Madrid gehandelt worden. Und damit ein mutmaßlich anderes Kaliber, ein Weltmeister, ein mehrmaliger Champions-League-Sieger -, sowohl als Spieler als auch als Trainer.

Niko Kovac muss mit Franck Ribéry umgehen

Kriterien, die voll ins Anforderungsprofil des FC Bayern passen. Und beim deutschen Ausnahmeklub gibt es bekanntlich nach der WM 2018 in Russland viel zu tun.

Franck Ribéry und Arjen Robben, beide für Eitelkeiten bekannt, stehen im gehobenen Fußballer-Alter nunmehr wohl wirklich vor ihrer letzten Saison für den Rekordmeister.

Niko Kovac muss beim FC Bayern moderieren

Joshua Kimmich, Jerome Boateng, Mats Hummels, vielleicht auch Manuel Neuer, Niklas Süle, Sebastian Rudy und Sandro Wagner werden von einer kräftezehrenden Fußball-WM mit dem DFB-Team zurückkehren.

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Es wird einen Trainer brauchen, der moderiert, Sorgen und Anstrengungen kanalisiert. Der dabei ähnlich wie Dominanz ausstrahlt, wie Heynckes. Und einen, der die Gier nach weiteren Titeln hochhält.

Herausforderung Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge

Und das alles soll Niko Kovac leisten? Bedenken sind zuallererst eine natürliche Reaktion bei einer Entscheidung dieser Tragweite, in einer Branche, die an Schnelllebigkeit kaum zu überbieten ist.

Doch Kovac zeichnet ein enormes Selbstbewusstsein aus: „Ich versuche, vorweg zu gehen. Ich verlange sehr viel von mir selbst – und das verlange ich auch von anderen“, sagte der Kroate einmal. Klingt nach Bayern-Modus.

Und: Dass Kovac mit schwierigen Charakteren und Bossen – wie Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge – umgehen kann, hat der 46-Jährige hinlänglich als kroatischer Nationaltrainer bewiesen.

Erfolgreich als kroatischer Nationaltrainer

Zwischen November 2013 und September 2015 hatte der einstige Bundesliga-Profi Kroatien trainiert, das Team über die WM-Playoffs gegen Island auf den letzten Drücker zur WM 2014 nach Brasilien geführt.

Dort scheiterte die kroatische Nationalmannschaft zwar in der Vorrunde. Aber bis zu seiner (überstürzten) Entlassung holte der smarte Trainer immerhin einen Punkteschnitt von 1,84.

Niko Kovac kann mit schwierigen Bossen umgehen

Von 19 Länderspielen unter seiner Führung gingen nur drei knapp verloren – gegen Gegner namens Argentinien, Brasilien und Mexiko. Auch bei der WM 2018 in Russland wirkt seine Arbeit bei Hrvatska nach.

Im kroatischen Verband musste er mit dem Präsidenten Davor Suker umgehen, einer starken Persönlichkeit, die vor allem der eigenen Meinung traut.

Ideale Voraussetzungen also für eine Zusammenarbeit mit Hoeneß und Rummenigge beim FC Bayern. Wer nun als meint, Kovac sei die falsche Wahl, sollte zuerst in Kroatien nachfragen.

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