EM 2020

EM 2020: Spielorte, Stadien, Modus, Qualifikation – alle Infos

Wollen mit dem DFB-Team zur EM 2020: Bundestrainer Joachim Löw (li.) und Assistent Thomas Schneider. (Foto: imago/Sven Simon)
Wollen mit dem DFB-Team zur EM 2020: Bundestrainer Joachim Löw (li.) und Assistent Thomas Schneider. (Foto: imago/Sven Simon)

Die EM 2020 wirft ihre Schatten voraus. Qualifikation, Eröffnungsspiel, Modus, Spielorte, Stadien, Finale – alles wird bei der EM 2020 anders sein als bei üblichen Europameisterschaften. Erste Änderung: Das Turnier steigt in gleich zwölf Ländern, auch in der Allianz Arena in München. die-mannschaft.blog erklärt das Mega-Projekt der Uefa.

Uefa-Boss Michel Platini sorgte im Juni 2012 mit seiner revolutionären Idee für Aufsehen: eine Europameisterschaft über den gesamten Kontinent verteilt. Kein halbes Jahr später war das Projekt beschlossen. Heißt: Die EM 2020 wird in zwölf verschiedenen Ländern ausgetragen, einzigartig und eigens zum 60-jährigen Jubiläum des Wettbewerbs.

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EM-Eröffnungsspiel in Italien

Einer der EM 2020 Spielorte wird München mit der Allianz Arena sein. Das Eröffnungsspiel der Fußball-EM 2020 steigt in Italien, richtig spannend wird es schließlich in London. Spielorte, Stadien, Modus – alle Antworten zu den wichtigsten Fragen rund um die Fußball-EM 2020.

EM 2020 Modus: Turnier in zwölf Ländern

Ursprünglich waren 13 Länder/Städte als Austragungsorte vorgesehen. Istanbul hatte das Versprechen von Platini bekommen, die Halbfinal-Spiele sowie das Endspiel austragen zu dürfen. Zur Einordnung: Sowohl 2008, 2012 als auch 2016 war die Türkei mit EM-Bewerbungen gescheitert.

Doch überraschend erklärte die Türkei später, seine Bewerbung für die Finalspiele zurückzuziehen und sich stattdessen um die Austragung der EM 2024 bewerben zu wollen.

EM 2020 Spielorte: Von London bis Rom, von München bis Budapest

Gespielt wird das Turnier nun in zwölf Ländern und Städten: Bilbao in Spanien, Amsterdam in den Niederlanden, München in Deutschland, Dublin in Irland, London in England, Glasgow in Schottland, Rom in Italien, Kopenhagen in Dänemark, Budapest in Ungarn, Bukarest in Rumänien, Baku in Aserbaidschan und Sankt Petersburg in Russland. 

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Bitter kam es für Brüssel: Die Uefa entzog der belgischen Hauptstadt das Gastgeberrecht, weil es zu massiven Verzögerungen beim Bau des geplanten Eurostadions kam. Deswegen werden im Wembley-Stadion neben den Semifinals und dem Finale auch drei Gruppenspiele sowie ein Achtelfinale gespielt. Mit sieben Spielen ist London damit der Spielort mit den meisten Partien.

EM 2020 Stadien: DFB-Stadion Allianz Arena, Showdown im Wembley Stadion

Sollte sich das DFB-Team qualifizieren, wird die Allianz Arena in München das Heimstadion. Hier würde Deutschland mindestens zwei seiner drei Gruppenspiele austragen. Zudem erhielt München den Zuschlag für ein Viertelfinale. Wo aber steigt bei der EM 2020 das Eröffnungsspiel? Die Antwort: Im Stadio Olympico di Roma, dem Olympiastadion Rom. Das entschied die Uefa-Exekutive, der auch DFB-Boss Reinhard Grindel angehört.

Und wo findet bei der EM 2020 das Finale statt? Wie beschrieben im Wembley-Stadion in London. Dieses ist mit einem Fassungsvermögen von 90.000 Zuschauern zugleich die größte Spielstätte bei der EM 2020. München liegt nach Kapazität auf Platz fünf.

Die EM-Stadien im Überblick:

  • London, Wembley-Stadion: 90.000 Zuschauer
  • Rom, Olympiastadion: 72.698 Zuschauer
  • Baku, Nationalstadion Baku: 69.870 Zuschauer
  • München, Allianz Arena: 69.344 Zuschauer
  • Sankt Petersburg, Krestowski-Stadion: 68.134 Zuschauer
  • Budapest, Nationalstadion (Neubau): 65.000 Zuschauer
  • Bukarest, Arena Nationala: 55.600 Zuschauer
  • Amsterdam, Amsterdam Arena: 52.960 Zuschauer
  • Glasgow, Hampden Park: 52.500 Zuschauer
  • Dublin, Aviva Stadium: 51.700 Zuschauer
  • Bilbao, San Mames: 50.000 Zuschauer
  • Kopenhagen, Parken: 38.076 Zuschauer

EM 2020 Gruppen: Deutschland käme gegen Ungarn

Kurios: Schon bevor die Qualifikation beginnt, steht mit Ungarn bereits ein möglicher Gruppengegner des DFB-Teams fest. Hintergrund: Die Uefa loste per Zufallsprinzip sechs Gruppen mit je zwei Spielorten aus. München und Budapest kommen als Austragungsorte demnach in Gruppe F. Die weiteren EM-Gruppen sind nach Austragungsorten wie folgt:

  • Gruppe A: Rom (Italien), Baku (Aserbaidschan)
  • Gruppe B: Sankt Petersburg (Russland), Kopenhagen (Dänemark)
  • Gruppe C: Amsterdam (Niederlande), Bukarest (Rumänien)
  • Gruppe D: London (England), Glasgow (Schottland)
  • Gruppe E: Bilbao (Spanien), Dublin (Irland)
  • Gruppe F: München (Deutschland), Budapest (Ungarn)

Spannend wäre natürlich auch eine „britische Gruppe“ mit den Erzrivalen England und Schottland. Aber: Die Zuteilung als Spielorte berechtigt die jeweiligen Nationen freilich nicht automatisch zur Teilnahme an der Fußball-EM 2020.

Unter den EM 2020 Stadien: das Estadio Olympico in Rom. (Foto: imago/Pro Shots)
Unter den EM 2020 Stadien: das Estadio Olympico in Rom. (Foto: imago/Pro Shots)

EM 2020 Qualifikation Auslosung: Alle Augen auf Dublin

Das Fußball-Jahr bleibt auch nach der WM 2018 in Russland richtig spannend. Unter anderem wird erstmals das neue Format der Nations League ausgetragen. Zwischendrin wird entschieden, wer die EM 2024 austragen darf: Deutschland oder die Türkei. Diese Entscheidung fällt am 24. September 2018.

Und dann werden noch die European Qualifiers ausgelost. Wer gegen wen in der EM-Qualifikation ran muss, entscheidet sich am 2. Dezember 2018 im Convention Centre von Dublin.

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EM 2020 Qualifikation: 20 Teams qualifizieren sich direkt

An dieser Stelle zuerst das Wichtigste: Wer darf an der EM-Qualifikation teilnehmen? Alle 55 Mitgliedsverbände der Uefa! Zeitrahmen der Quali ist März bis November 2019. Das ist kürzer als bisher. Ergo: Der Fußball-Kalender wird immer kompakter.

Lesen Sie hier: So funktioniert die Uefa Nations League

20 Endrundenteilnehmer qualifizieren sich über die European Qualifiers. Laut Uefa werden die vier verbleibenden Plätze über die „Play-offs vergeben, für die sich die Teams über die neue Uefa Nations League qualifizieren können“.

EM 2020 Play-offs: Vier Tickets über die Nations League

Und wie soll das gehen? Die Nations steigt zwischen September und November 2018 in vier Ligen (A bis D) zu je drei Gruppen. Das Schmankerl: Die jeweiligen Gruppensieger aus jeder Liga ziehen in Play-offs ein, über die sie sich eben für die Fußball-EM 2020 qualifizieren können. Insofern sie sich nicht schon über die reguläre EM-Qualifikation durchgesetzt haben.

Die Play-offs steigen wiederum im März 2020. Sind Gruppensieger bereits über die European Qualifiers qualifiziert, geht der Platz für die Play-offs an das nächstbeste Team der Liga. Gegebenenfalls auch entsprechend der Rangfolge der nachfolgenden Liga. Klingt kompliziert, ist es wohl auch. Am Ende steht das spektakuläre Pan-Europa-Turnier.

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