DFB-Team bei der WM 2018

WM 2018: Nicht-Nominierung von WM-Held Mario Götze belegt harten Stil von Löw

Auch bei der WM 2018 Partner? Bundestrainer Joachim Löw (li.) und Mario Götze. (Foto: imago/Matthias Koch)
Auch bei der WM 2018 Partner? Bundestrainer Joachim Löw (li.) und Mario Götze. (Foto: imago/Matthias Koch)

Bundestrainer Joachim Löw verzichtet in den Testspielen gegen Spanien und Brasilien auf WM-Held Mario Götze vom BVB. Der Verzicht zeigt, wie der Weltmeister-Coach mit Blick auf die WM 2018 in Russland seinen Stil geändert hat. Und nun nicht mehr verbissen auf altgediente Stars im DFB-Team setzt.

„Mach ihn, mach ihn! Er macht ihn!“ Welcher deutsche Fußball-Fan weiß nicht, zu welchem Tor dieser Schrei gehört? Tom Bartels brüllte den Spruch bei der WM 2014 beim Finale in Rio de Janeiro in die brasilianische Nacht – und in Deutschland gingen hinterher Millionen Anhänger des DFB-Team auf die Straßen, um den Gewinn des WM-Pokal zu feiern.

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Mario Götze schoss seinerzeit das entscheidende Tor gegen Argentinien, seither wird der Star von Borussia Dortmund stets mit seinem Kunststück aus dem Maracana verbunden.

Löw nominiert Götze und Reus nicht

Doch einstige Heldentaten spielen für Bundestrainer Joachim Löw mit Blick auf die WM 2018 in Russland offenbar keine Rolle mehr. Das ist neu. Das ist anders. Das ist vielleicht auch gut so.

Für die wegweisenden Testspiele gegen Spanien am 23. März in Düsseldorf und gegen Brasilien am 27. März in Berlin nominierte der Weltmeister-Coach den BVB-Profi zumindest nicht.

Auch sein Kollege Marco Reus muss nach seinem Comeback noch auf eine Nominierung warten.

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Das Beispiel Götze ist jedoch prägnanter. Einst wurde Löw gerne mal vorgeworfen, weiter auf Spieler zu vertrauen, die im Gegensatz zu Herausforderern keine Leistung bringen und/oder schwächeln. Meistgenanntes Beispiel war stets Lukas Podolski. Auch

Löw beweist neuen Stil am Beispiel Götze

Nun sagte Löw: „Für uns stehen Erfolg und Leistung über allem. Wir wollen sehen und spüren, dass die Spieler diesen Zielen alles unterordnen und dafür alles geben. Wenn wir in Russland wieder erfolgreich sein wollen, müssen wir zuallererst wieder diesen bedingungslosen Hunger auf Erfolg haben.“

Hunger dürfte Götze zweifelsohne haben. Aber der 25-Jährige hat an Brillanz und vor allem Torgefahr eingebüßt. In dieser Saison schlagen aus 17 Bundesliga-Spielen erst zwei Tore und drei Assists zu Buche.

Zu wenig für die neuen Ansprüche von Löw. Zu wenig für den neuen Stil des Bundestrainers. Zu wenig für eine Teilnahme bei der WM 2018 in Russland?

Das ist das deutsche Aufgebot gegen Spanien und Brasilien

Tor: Bernd Leno (Bayer Leverkusen), Marc-André ter Stegen (FC Barcelona), Kevin Trapp (Paris Saint-Germain)

Abwehr: Jérôme Boateng (Bayern München), Matthias Ginter (Borussia Mönchengladbach), Jonas Hector (1. FC Köln), Mats Hummels (Bayern München), Joshua Kimmich (Bayern München), Marvin Plattenhardt (Hertha BSC), Antonio Rüdiger (FC Chelsea), Niklas Süle (Bayern München)

Mittelfeld: Julian Brandt (Bayer Leverkusen), Emre Can (FC Liverpool), Julian Draxler (Paris Saint-Germain), Leon Goretzka (FC Schalke 04), Ilkay Gündogan (Manchester City), Sami Khedira (Juventus Turin), Toni Kroos (Real Madrid), Thomas Müller (Bayern München), Mesut Özil (FC Arsenal), Sebastian Rudy (Bayern München), Leroy Sané (Manchester City), Lars Stindl (Borussia Mönchengladbach)

Sturm: Mario Gomez (VfB Stuttgart), Sandro Wagner (FC Bayern), Timo Werner (RB Leipzig)

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