DFB-Team bei der WM 2018

In der Krise des VfB Stuttgart liegt die Chance des Mario Gomez

Beim VfB Stuttgart als Leistungsträger gefragt: Mario Gomez (re.). (Foto: imago)
Beim VfB Stuttgart als Leistungsträger gefragt: Mario Gomez (re.). (Foto: imago)

Mario Gomez bangt um die Teilnahme an der WM 2018 in Russland. Während sein Kontrahent Sandro Wagner vom FC Bayern punktet, versinkt sein Klub, der VfB Stuttgart in der Krise. Doch genau darin liegt für Gomez die Chance mit Blick auf das DFB-Team. Ein Kommentar.

Mario Gomez, 32, ist in einem Alter, in dem Fußball-Profis gerne als Routiniers, als ausgebufft und abgebrüht bezeichnet werden. „Super Mario“, unbekümmert, zwanglos, frech, jener Stürmer also, der den VfB Stuttgart 2007 zum Meister schoss, war gestern.

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Aus dem Angreifer ist ein nachdenklicher Fußballer geworden, einer, der jetzt in der Krise der Schwaben in der Bundesliga besonders gefordert ist – als ebensolcher ausgebuffter und abgebrühter Routinier.

Wohltuende Worte für Fans des VfB Stuttgart

„Es war in den Menschen drin: Der verlorene Sohn kehrt zurück. Der VfB ist und bleibt mein Verein. Das war immer drin und wird auch immer so sein“, sagte der Angreifer nun im Interview mit der ARD-Sportschau. „Ich hoffe, dass ich der Mannschaft in dieser schwierigen Situation was geben kann. Davon bin ich überzeugt. Ich werde alles dafür geben, dass wir den Nicht-Abstieg erreichen werden.“

Es sind wohltuende Worte für viele Fans der Schwaben in einer Gemengelage, in der sich Sportvorstand Michael Reschke ins Abseits manövriert und der neue Trainer, Tayfun Korkut, schon vor seinem ersten Spiel angezählt ist.

Taffe Worte von Mario Gomez

Die VfB-Fans brauchen einen, an dem sie sich jetzt festhalten und aufrichten können. Gomez, der Stuttgarter Bub, will diese Rolle ausfüllen. Seinen taffen Worte kommen genau zur richtigen Zeit. Auch für ihn selbst.

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Gomez hat in dieser Saison in 15 Spielen in der Bundesliga erst ein Tor erzielt, noch vor seinem Wechsel für den VfL Wolfsburg. Beim VfB schlägt nach drei Einsätzen erst ein Assist zu Buche. Währenddessen punktet DFB-Konkurrent Sandro Wagner beim FC Bayern selbst als Back-up.

Joachim Löw schaut bei Mario Gomez genau hin

„Die verpasste WM 2014 hat mir gezeigt, was für ein Privileg es eigentlich ist, für diese Mannschaft zu spielen. Jeder Spieler will bei der Nationalmannschaft sein“, meinte Gomez mit Blick auf die WM 2018. „Ich freue mich über jeden Tag bei der Nationalmannschaft. Und ich glaube, dass ich auch dieser Mannschaft was geben kann. Würde ich sehen, es würde nicht mehr reichen, wäre ich auch selbstkritisch genug.“

In der Krise des VfB Stuttgart liegt deshalb seine Chance. Geht er jetzt voran, schießt er die wichtigen Tore, bleibt er unter Druck cool, empfiehlt er sich nicht zuletzt bei Bundestrainer Joachim Löw für das DFB-Team. Löw hatte mehrfach betont, dass er Spieler brauche, die auch in schwierigen Situationen vorangehen. Jetzt liegt es an Gomez.

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