DFB-Team bei der WM 2018

Wegen Erdogan: Löw sollte Özil und Gündogan die Gelbe Karte zeigen

Muss er wegen Recep Tayyip Erdogan zum Rapport: Mesut Özil (li.) mit Bundestrainer Joachim Löw. (Foto: imago/Schüler)
Muss er wegen Recep Tayyip Erdogan zum Rapport: Mesut Özil (li.) mit Bundestrainer Joachim Löw. (Foto: imago/Schüler)

Mesut Özil und Ilkay Gündogan huldigen dem umstrittenen türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan: Die WM 2018 in Russland hat noch gar nicht begonnen, und schon gibt es aus Sicht der deutschen Nationalmannschaft den ersten Fail. Bundestrainer Joachim Löw sollte hart durchgreifen. Ein Kommentar.

Grundsätzlich gilt immer die Meinungsfreiheit. Es ist eine dieser unschätzbaren Errungenschaften unserer Demokratie in Deutschland.

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Und doch sollten eben Diplomaten im Dienste der Bundesrepublik immer darauf bedacht sein, wie sie diese Meinung kundtun. Das gilt auch für die Stars aus dem DFB-Team.

Özil und Gündogan repräsentieren Deutschland

Auch sie sind Repräsentanten unserer Landes. Und sie genießen, bis vielleicht auf Kanzlerin Angela Merkel, weltweit sicherlich eine ganz andere Aufmerksamkeit als jeder unserer Politiker.

Entsprechend ist die Aktion von Mesut Özil (FC Arsenal) und Ilkay Gündogan (Manchester City) als mindestens unglücklich zu bewerten, sich mit dem (international) hochumstrittenen türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zu zeigen, in einer Art, die fast schon an Huldigung grenzt.

Gündogan huldigt Erdogan

Bis heute lässt sich von türkischer Seite nicht entkräften, dass es AKP-Chef Erdogan nicht so genau nimmt mit den Menschenrechten. Es sei nur an die mutmaßlich willkürliche Inhaftierung des deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel erinnert.

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Die deutsche Bundesregierung versucht indes nicht erst seit kurzem, politischen Druck auf die Regierung in Ankara auszuüben. Und was macht Fußball-Repräsentant Gündogan? Er huldigt Erdogan.

Löw brauch Özil und Gündogan

Der in Gelsenkirchen geborene Mittelfeldstratege schrieb auf das ManCity-Trikot, das er dem türkischen Regierungschef überreichte: „Für meinen Präsidenten, hochachtungsvoll.“

In solch einem Fall geht es nicht mehr nur um den Fußball alleine, sondern um Politik – und nicht zuletzt um politische Symbolik.

Der Bundestrainer braucht beide für seine Mission Titelverteidigung. Ihre fußballerische Qualität ist unbestritten. Keine Frage. Joachim Löw täte so kurz vor der Fußball-WM 2018 dennoch gut daran, öffentlich deutlich Stellung zu nehmen – und Özil sowie Gündogan die Gelbe Karte zu zeigen.

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