DFB-Team bei der WM 2018

Mario Götze bis Benedikt Höwedes: Vier Weltmeister bangen um Fußball-WM

Bangen um die WM 2018 in Russland: Andre Schürrle (li.) und Mario Götze vom BVB. (Foto: imago/Revierfoto)
Bangen um die WM 2018 in Russland: Andre Schürrle (li.) und Mario Götze vom BVB. (Foto: imago/Revierfoto)

Kevin Großkreutz, Erik Durm vom BVB, Christoph Kramer aus Gladbach – viele Weltmeister haben nicht mal den Hauch einer Chance auf die WM 2018 in Russland. Weitere Helden von Rio bangen um ihren Platz im DFB-Team bei der Fußball-WM. Bei diesen vier „Lieblingen“ von Joachim Löw wäre das bis vor kurzem undenkbar gewesen.

„Deutschland wird gejagt werden wie nie. Übermenschliche Kräfte müssen sich freisetzen, wenn wir es am Ende schaffen wollen, Weltmeister zu werden.“ Diesen pathetischen Satz sagte Joachim Löw zum Jahreswechsel.

Anzeige

Keine Frage: Die WM 2018 in Russland ist das Highlight im Fußball-Kalender. Und für das DFB-Team nicht weniger als die Herausforderung, als erste Nationalmannschaft überhaupt den WM-Pokal zu verteidigen.

Doch einige Weltmeister von 2014 bangen, ob sie bei dieser Fußball-WM bei der Mission Titelverteidigung überhaupt dabei sein dürfen. die-mannschaft.blog erklärt vier Härtefälle:

Mario Götze: Sein Glanz von Rio ist verblasst

Sein Schuss aus spitzem Winkel versetzte am 13. Juli 2014 30 Millionen Deutsche vor den TV-Geräten und den Public-Viewing-Leinwänden in schier grenzenlose Ekstase. Weltklasse war der Abschluss von Mario Götze gegen Argentinien, doch Weltklasse ist der 25-jährige Allgäuer aktuell nicht mehr.

„Er hat ein unglaubliches Potenzial und ist ein Spieler, dem ich eigentlich auch vertraue. Aber im Moment ist er noch nicht in der Form, in der wir ihn uns wünschen“, sagte Bundestrainer Löw jüngst bei Eurosport. „Ich wünsche mir von ihm, dass er aus seiner Position wieder mehr in die Spitze geht. Wir müssen ihm helfen, dass er daran arbeitet und die nächsten zwei Monate nutzt.“

Anzeige

Aber: Götze lebt seit dem Final-Tor offenbar wie in einer Druckkammer. „Es ist auffällig, was mit denen, die in einem WM-Finale das entscheidende Tor geschossen haben, passiert ist“, sagte BVB-Boss Hans-Joachim Watzke: „Helmut Rahn 1954. Gerd Müller 1974. Andy Brehme 1990. Und Mario Götze 2014.“

Götze habe „wie in einem Beschleuniger“ alles sehr früh erlebt, meinte Watzke weiter. „Ich habe den Eindruck, dass er sich selbst zu viel Druck auferlegt.“ die-mannschaft.blog meint: Für Götze wird es ganz schön eng mit der WM 2018!

Andre Schürrle: Sinnbild der BVB-Krise

Sechs Vorlagen in 14 Bundesliga-Spielen sind nicht schlecht, keine Frage. Doch die Gesamtbilanz von Andre Schürrle bei Borussia Dortmund in dieser Saison 2017/18 liest sich durchwachsen.

In 22 Pflichtspielen kommt jener Mann, der bei der WM 2014 in Brasilien im WM-Halbfinale gegen Brasilien (7:1) zwei Tore selbst erzielte und den Finaltreffer von Kumpel Götze vorbereitete, bisher nur auf drei Tore und eben jene sechs Assists.

Dürftig! Zwar bereitete der 27-Jährige in den vergangenen sieben Bundesliga-Spielen vier Tore vor, doch nicht zuletzt die Europa League zeigte, dass der frühere Mainzer und Londoner derzeit kein Spielentscheider ist. die-mannschaft.blog meint: Wegen der großen Konkurrenz im DFB-Team verpasst Schürrle die Fußball-WM!

Bei der EM 2016 in Frankreich noch gesetzt: Benedikt Höwedes (Mi.) und Shkodran Mustafi (re.).
Bei der EM 2016 in Frankreich noch gesetzt: Benedikt Höwedes (Mi.) und Shkodran Mustafi (re.). (Foto: imago/Team 2)

Benedikt Höwedes: Wäre besser beim FC Schalke geblieben

„Endlich zurück bei der Mannschaft“, diesen Satz twitterte Benedikt Höwedes Mitte Februar. Nach knapp drei Monaten verletzungsbedingter Pause war er damals wieder ins Training von Juventus Turin zurückgekehrt.

Es wurde nicht besser: Seit seinem Wechsel auf Leihbasis hat der Defensivallrounder erst ein Spiel in der Serie A für Juve gemacht, Ende November war das.

Oberschenkelzerrung, Muskelfaserriss, Muskelermüdung – reihenweise setzen ihn ausgerechnet im WM-Jahr Verletzungen außer Gefecht. Bis heute. die-mannschaft.blog meint: So wird das sicher nichts mit der WM 2018!

Shkodran Mustafi: Bei Joachim Löw nur noch fünfte Wahl

Markant: Shkodran Mustafi ist unter Arsene Wenger beim FC Arsenal in der Premier League Stammspieler, bei Bundestrainer Löw ist der 25-Jährige als Innenverteidiger hinter Jerome Boateng, Mats Hummels, Niklas Süle (alle FC Bayern) und Antonio Rüdiger (FC Chelsea) dagegen nur noch fünfte Wahl.

Gegenüber fast allen Kontrahenten hat Mustafi Schwächen im Spielaufbau, zudem ist er mit „nur“ 1,84 Metern Körpergröße und vergleichsweise schlankerer Statur bei weitem nicht so robust, wie etwa Süle (1,95 Meter) oder Rüdiger (1,91 Meter).

Da helfen auch ehemalige Verdienste, wie das erste deutsche Tor bei der EM 2016 gegen die Ukraine, nichts. Zuletzt gehörte auch er nicht mehr dem Kader des DFB-Team an. die-mannschaft.blog meint: Die WM 2018 sieht Mustafi nur vom Fernsehsessel aus! 

Lesen Sie auch: Wutrede von Toni Kroos: Endlich Chefansagen im DFB-Team!

1 Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


4 × 3 =