DFB-Team bei der WM 2018

Gomez und Wagner gegen Brasilien chancenlos: Deutschland fehlt der Torriecher!

Mario Gomez, Sandro Wagner und Timo Werner (v.li) trafen das Tor nicht.
Mario Gomez, Sandro Wagner und Timo Werner (v.li) trafen das Tor nicht.

In den Testspielen gegen Spanien und Brasilien zeigt sich: Deutschland hat ein Torjäger-Problem! Gegen die brasilianische Nationalmannschaft kommt weder Mario Gomez, noch Sandro Wagner gefährlich vor den gegnerischen Kasten. Nur ein Stürmer ist vor der WM 2018 in Russland im DFB-Team gesetzt.

Mario Gomez oder Sandro Wagner? Was in den vergangenen Tagen die Frage aller Fragen für den Bundestrainer schien, müsste Joachim Löw angesichts der Leistung im Testspiel gegen Brasilien wie folgt beantworten: Keiner der beiden Angreifer fährt mit zur WM 2018 nach Russland!

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Bei der 0:1-Pleite der deutschen Nationalmannschaft gegen die Selecao zeigte sich: Nur Timo Werner gilt im Sturm als gesetzt. Seine beiden Kollegen aus Stuttgart und vom FC Bayern hatten in diesem Test die Chance, zu beweisen, dass sie in den WM-Kader gehören. Beide nutzten ihre Chance nicht.

Timo Werner gesetzt, Mario Gomez ohne Torchance

Der zum VfB Stuttgart zurückgekehrte Mario Gomez bekam den Vortritt und durfte von Beginn an spielen. Dabei zeigte sich der 32-Jährige durchaus engagiert, lief viel, kämpfte um jeden Ball, der ihm in den Sechzehner geflankt wurde. Aber: Wirkliche Torgefahr? Fehlanzeige!

Ganz ähnlich steht es um Sandro Wagner, ebenfalls ein Rückkehrer, nämlich zum FC Bayern. Der 30-Jährige übernahm in der 62. Minute für Gomez und hatte immerhin zwei Kopfballchancen vorzuweisen (72. und 76. Minute). Im Netz landete der Ball aber auch durch ihn nicht.

DFB-Team wieder mit klassischen Mittelstürmern

Der einzige Spieler, der wirklich gefährlich vor den Kasten von Brasilien-Keeper Alisson kam, war in der zweiten Minute der Nachspielzeit Julian Draxler – kein Mittelstürmer. Dabei könnte sich Löw glücklich schätzen.

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Erstmals seit Jahren hat der Bundestrainer wieder die Auswahl zwischen hochkarätigen deutschen Mittelstürmern, die gleichzeitig auch in Form sind. Das gab es seit dem Karriereende Miroslav Klose nicht mehr. Und der hatte bei der WM 2014 auch schon seinen Zenit überschritten (und schließlich danach im DFB-Team aufgehört).

Nun hat Löw nicht nur mehrere Mittelstürmer, sondern auch mehrere Mittelstürmer-Typen zur Auswahl: Werner zeichnet vor allem seine Schnelligkeit und Explosivität im Angriff aus (was im Spiel gegen Spanien durchaus beeindruckend war). Wagner stellt noch ein wenig mehr den klassischen Strafraumstürmer in der Box dar, ist robust, kreuzt viel. Gomez ist dagegen wesentlich lauffreudiger als in den vergangenen Jahren, dazu groß und kopfballstark.

Wagner oder Gomez oder keiner: Das Problem besteht

Während beide in der Bundesliga mit Toren auf sich aufmerksam machten, bekam der Bundestrainer bei den Testspielen jedoch keine zu sehen. Bei der Europameisterschaft 2016 lag das Scheitern der deutschen Mannschaft auch an der fehlenden Offensivkraft, damals im EM-Halbfinale gegen Frankreich allerdings ohne Mittelstürmer. Nun zeigt sich: Ein sturer Positionswechsel allein bewirkt keine Besserung.

Der letzte Mittelstürmer, Klose, ist vor dem WM-Jahr offiziell zum deutschen Trainerteam gestoßen. Sein Schwerpunkt: die Stürmerausbildung. Ein paar Monate hat er noch Zeit, um mit Löw zu entscheiden: Gomez oder Wagner? Oder doch keiner?

Lesen Sie hier: Wutrede von Toni Kroos: Endlich wieder Chefansagen im DFB-Team!

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